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OS X

Schriftverwaltung unter Mac OS X

Schriftformate

Unter Mac OS X können ohne zusätzliche Mittel Schriften in den Formaten PostScript-Type-1, TrueType und OpenType eingesetzt werden. Der ATM Light, der unter Mac OS 9 für das Rastern von PostScript-Schriften nötig war, hat ausgedient. Sogar PC-kodierte TrueType-Schriften kann Mac OS X verarbeiten. Diese stehen allerdings nicht in der Classic-Umgebung zur Verfügung, denn Mac OS 9 konnte eben auch nicht mit diesen Schriften umgehen. Für den Einsatz von PostScript-Type-1-Schriften in der Classic-Umgebung ist daher der ATM Light nach wie vor ein Muss.
Schriften werden installiert, indem Schriftdateien in spezielle Schriftordner gelegt werden.

Schriftenordner

Unter Mac OS 9 gab es einen Zeichensatzordner. Dieser war ein Bestandteil des Systemordners. Wegen der Mehrbenutzerfähigkeit von Mac OS X ist die Aufteilung der Schriftenordner etwas vielschichtiger geworden. Es gibt zunächst drei Speicherorte, an denen Schriften abgelegt werden können:

System:Library:Fonts
Hier liegen die für das System wichtigen Fonts. Apple hat diesen Ordner für Benutzer mit dem Attribut „nur lesen“ versehen.

Library:Fonts
In diesem Font-Ordner liegen Schriften, die jedem Benutzer des Systems zur Verfügung stehen. Ausschließlich Admin-User können diesen Ordner verändern. Alle anderen Benutzer haben ebenfalls Nur-lesen-Rechte. Das Betriebssystem legt die meisten Schriften bei der Installation in diesem Ordner ab. In der Classic-Umgebung sind diese Schriften nicht verfügbar, da sie im dfont-Format (TrueType-Format mit speziell verpackten Ressourcen) vorliegen, das von Mac OS 9 nicht unterstützt wird.

[user]:Library:Fonts
Hierbei handelt es sich um den benutzereigenen Fontordner, der bei der Systeminstallation nicht angetastet wird.
Im Unterschied zu Mac OS 9, wo alle Schriften direkt im Zeichensätze-Ordner liegen mussten, kann Mac OS X auch Schriften zur Verfügung stellen, die in einem Unterordner in einem der genannten Schriftenordner organisiert vorliegen. Dies ist auf eine Ebene beschränkt, weitere Unterordner-Ebenen sind nicht auswertbar.
Ein weiterer Schriftordner ist der Zeichensätze-Ordner der Classic-Umgebung. Aber auch applikationsspezifische Schriftenordner gibt es. Zum Beispiel legen Adobe-Anwendungen bei ihrer Installation den Ordner „Library:Application Support:Adobe:Fonts:Reqrd:Base“ an. Hier werden z. B. die bekannten MultipleMaster-Schriften AdobeSansMM und AdobeSerifMM abgelegt.

Schriftmenüs
Eine Version von Adobe Type Reunion (ATR) zur Darstellung der Schriftenfamilien in Mac OS X gibt es nicht. Das führt unweigerlich zu langen Schriftmenüs. Inzwischen gibt es einen Ersatz: Ein Tool namens FontCard, das in Cocoa- und Carbon-Anwendungen die Schriftenlisten auf Familiennamen verkürzen kann. Es ist als Demoversion downloadbar von Unsanity.

Schriftverwaltung

Zur Verwaltung des Schrifteinsatzes steht Extensis Suitcase X1 zur Verfügung. Eine ATM-Version gibt es für OS X nicht mehr.

FontCache-Verwaltung

Beim Einspielen von Schriften-Updates hat Mac OS X Probleme, die alten Daten komplett durch die neuen auszutauschen – besonders, wenn der Schriftname sich nicht geändert hat. Das System „cached“ seine Schriftenlisten und ist in einem Font-Update-Fall nicht immer in der Lage, die Font-Cache-Dateien zu leeren.
Um sicher zu gehen, dass nach dem Einspielen eines Schriften-Updates keine Altdaten mehr angezeigt werden, setzt man ein zusätzliches Tool ein: Font Finagler. Dieses ist downloadbar z.B. von
Versiontracker

Die Adobe-Applikationen haben ihre eigenen FontCache-Dateien. Diese werden auch vom Font Finagler nicht geleert. Beim Beenden einer Adobe-Applikation werden an diversen Speicherorten Adobe-eigene FontCache-Dateien abgelegt. Der Name dieser Dateien hat immer die gleiche Struktur: adobefnt[nn].lst, wobei [nn] für eine zweistellige Zahl steht. Nach einem Fontupdate schließt man alle Adobe-Anwedungen, löscht alle Adobe-Font-Listen (adobefnt[nn].lst). Ein System-Neustart ist hier nicht notwendig, nach dem Einsatz vom Font Finagler aber wohl.